Philipp Schiemann

Mein Opa war in Togo

Philipp Schiemann

Mein Opa war in Togo

Richard Schatz steckt in einer Lebenskrise. Er verliert Frau und Kinder, sein Körper spielt nicht mehr mit, er steht am Scheideweg. Inmitten des Chaos erfährt Richard von seinem alten Vater auf dessen Sterbebett, dass sein Großvater in Deutsch-Togo als Schnapshändler unterwegs war. Mehr noch, er habe sogar einen Sohn mit einer Einheimischen gezeugt. Das lange gehütete Familiengeheimnis liegt schließlich in konzentrierter Form vor Richard, als dieser im Nachlass seines Vaters die Aufzeichnungen des Opas findet. Fasziniert von seinen Schilderungen begibt er sich selbst auf den Weg nach Togo, um in den späten 1990er Jahren Spuren seiner entfernten Verwandten zu finden. Auf seiner Suche begegnet er einem traditionellen Heiler, mit dessen Hilfe er einen neuen Blick auf das Leben und die Welt bekommt. Am Ende kann er Frieden schließen mit einer Familiengeschichte, in der Leugnung, Verlust, Wut und Schmerz über Generationen im Verborgenen gewirkt haben.

364 Seiten, 12x19 cm, broschiert
EUR 22,00 (D) EUR 22,60 (AT)
Erscheinungsdatum: circa 01.11.2026

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Philipp Schiemann, «Mein Opa war in Togo»

Über den Autor
Philipp Schiemann
Philipp Schiemann, geboren 1969 in Düsseldorf. Autor, Musiker und gelernter Mediengestalter. Mit wechselnden Gastmusikern (z.B. Jeff Dahl) betrieb er von 1992–2000 als Sänger und Texter das Bandprojekt »Conscious«, mit dem er zahlreiche Aufnahmen in Eigenregie publizierte. Als Autor veröffentlichte er u.a. die Erzählung »Suicide City« (Killroy media, 1998), den Roman »Über Kunst« (Grupello, 2001), das Sachbuch » Mami Wata. Die afrikanische Loreley« (Edition SOA, 2017) und die Satire »Rockstar 5.0 « (Killroy media, 2020). Diverse Preise und Stipendien. Neben seiner Tätigkeit als freier Autor verfasste Schiemann zahlreiche Texte über westafrikanische Kulte und Naturreligionen (z.B. Vodun), die ins Niederländische, Englische, Französische, Portugiesische und Spanische übersetzt wurden. Neue Texte sind in Arbeit. Weitere Infos unter www.pschie.de

Wie bist du auf die Semi Autobiografie Heute habe ich nichts genommen - ein Ex-Junkie berichtet gekommen?

Ich war viele Jahre lang drogen- und alkoholabhängig. Einerseits wollte ich die Erfahrungen und Einsichten, die ich auf dem Weg in ein cleanes Leben gemacht habe, weitergeben – dies betrifft den längeren Prosateil des Textes. Er beinhaltet auch eine Beschreibung des deutschen Suchthilfesystems und ein paar Hinweise für Betroffene. Dieser Text ist entstanden, als ich bereits größeren Abstand zur aktiven Sucht hatte und schon acht Jahre abstinent war. Zum anderen war mir daran gelegen, schlaglichtartig ungeschminkte Szenen aus den Kliniken und Entgiftungen zu zeigen. Das ist der Teil mit den kurzen Texten. Sie sind in Zeiten aktiver Sucht entstanden. Dies sind Momentaufnahmen, die stellvertretend stehen für das Paralleluniversum, das sich hinter den Krankenhausmauern befindet. Das sind kuriose, traurige, groteske, aber auch komische Szenen.

Wie lange hast du gebraucht?

Der längere Prosateil ist sehr konzentriert innerhalb von etwa drei Monaten entstanden. Die kurzen Texte entstanden im Laufe von einigen Jahren immer wieder mal zwischendurch.

Ist Heute habe ich nichts genommen - ein Ex-Junkie dein erster Roman?

Nein, meine erste Erzählung hieß „Suicide City“ und erschien 1998, im Jahr 2001 folgte der Roman „Über Kunst“. Es gibt noch allerhand weitere Texte, darunter umfangreiches Material über traditionelle westafrikanische Religion. Das war in den späten Neunzigerjahren zunächst ein Recherchegebiet für eine Prosageschichte, interessierte mich dann aber zunehmend und tut es bis heute.

Wie fühlst du dich jetzt?

Es ist ein ziemliches Wunder, dass ich noch am Leben bin. So gesehen geht es mir sehr gut.

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